Wissenswertes

Ganze Hochtourenwochen von 5-6 Tagen können schnell mal so stark fordern, dass danach Ferien von den Ferien nötig werden. Weil sich konditionelle oder alpintechnische Schwächen in einem langen Zeitraum stärker auswirken, hat das in Kleingruppen gar nicht so selten zu Problemen geführt.
Die bergschule züri bietet im Sommer deshalb keine ganzen Tourenwochen mehr an sondern nur noch solche von 1-4 Tagen. Die Daten sind jedoch unter der Woche belassen, denn die Konzentration auf Wochenenden hätte volle Hütten und Hektik zur Folge. Und das mag ja wiklich niemand.

Übersicht über die bsz-Hochtouren

•  Schnuppertour Vrenelisgärtli
•  Schnuppertour Clariden
•  Schnuppertour Rheinwaldhorn
•  Schnuppertour Sustenhorn
1 Tg
1½ Tg
2 Tg
2 Tg
Δ
Δ
Δ
Δ
♥♥
♥♥
♥♥
♥♥
•  Tödi
•  Dammastock
•  4000-er Berner Obeland (Gr Fiescherhorn, Jungfrau, Mönch)
•  Piz Kesch
•  Alpphubel SE-Grat & Allalin Hohlaubgrat
•  Piz Palü E-Pfeiler
•  Palü & Bernina
2 Tg
3 Tg
4 Tg
2 Tg
3 Tg
1½ Tg
3 Tg
ΔΔ
Δ-ΔΔ
ΔΔΔ
Δ-ΔΔ
ΔΔΔ
ΔΔΔΔ
ΔΔΔ-ΔΔΔΔ
♥♥♥
♥♥-♥♥♥
♥♥♥
♥♥
♥♥♥
♥♥♥
♥♥♥




alpintechnisch    Δ leicht   ¦   ΔΔ mittel   ¦   ΔΔΔ anspruchsvoll   ¦   ΔΔΔΔ mit Hochgebirgsklettern
konditionell    ♥ leicht   ¦   ♥♥ mittel   ¦   ♥♥♥ anspruchsvoll und/oder mit Höhenproblemen




 

 

Ein ernster Blick zurück

Wegen dem Abschmelzen der Gletscher mussten wir einige zumeist einsame Routen fallen zu lassen. Das zurückgezogene Eis und der fehlende Schnee haben instabile Geröllhalden, brüchige Felsen und aufgerissene Gletscher hinterlassen. Das Durchkommen wurde erschwert bis unmöglich.

Mit dem Wegschmelzen des Schnees schon im Frühsommer hat sich auch der optische Eindruck gewandelt. Konnte man sich früher auf den Wechsel vom Grün des Mittellandes zum Weiss des Hochgebirges freuen, hat das Letztere mehr und mehr dem Grau aperer Gletscher und Steinhalden Platz gemacht. Weil die Vegetation für das Besiedeln der Geröllfelder Zeit braucht, ist der Eindruck eintöniger geworden.
Natürlich, auch karge Landschaften gehören nun mal zum Gebirge. Sie haben schon immer dazu gehört, haben ihren Reiz und beeindrucken gestern wie heute. Was hingegen zu denken gibt ist die enorm kurze Zeit, in der sich dieser Wandel vollzogen hat und weiter vollzieht.