19Hochtouren

Wissenswertes

Hochtouren sind für viele die Königsklasse des Bergsteigens. Der Weg dorthin fordert jedoch viel und verlangt, sich Ziele zu setzen und beharrlich auf diese hinzuarbeiten. Und er ist anstrengend. Doch gerade deswegen – hat man denn erreicht, was man sich vorgenommen hat – sind die Eindrücke und das Körpergefühl schlicht grossartig.
In früheren Jahren haben wir Hochtouren fast nur als Wochen angeboten. Diese forderten ab und zu jedoch so stark, dass danach «Ferien von den Ferien» nötig geworden sind. Um diese Probleme zu umgehen, beschränkt sich unser Angebot deshalb auf Touren von 1-4 Tagen. Die Daten wurden unter der Woche belassen, denn Wochenenden hätte volle Hütten und Hektik zur Folge. Und das mag ja wirklich niemand.

Die Bilder oben zeigen zT Touren, die nur als Privattouren – also nur mit einer oder maximal zwei Personen pro Bergführer – durchführbar sind. Bitte teile uns deine Wünsche mit; wir beraten dich und führen dich gerne auf die Gipfel deiner Wahl.

Die Touren im Überblick

Sie sind nicht hier, sondern nur in der Navigationsspalte verlinkt.

  • Vrenelisgärtli (1½ Tage)
  • Clariden (1 Tag)
  • Sustenhorn (Wochenende)
  • Piz Kesch (Wochenende)
  • Piz Morteratsch & Piz Palü (3 Tage)
  • Piz Palü E-Pfeiler (1½ Tage)
  • Galenstock SE-Sporn (1½ Tage)
  • Fiescherhorn & Finsteraarhorn (4 Tage)

alpintechnisch  Λ leicht  ¦  ΛΛ mittel  ¦  ΛΛΛ schwierig  ¦  ΛΛΛΛ mit Hochgebirgsklettern
konditionell  ♥ leicht  ¦  ♥♥ mittel  ¦  ♥♥♥ anspruchsvoll  ¦  ♥♥♥♥ anspruchsvoll & Höhenproblematik


 

 

Ein Blick zurück und ein nachdenklicher in die Zukunft

Trift 2000Trift 2007HängebrückeWegen dem Abschmelzen der Gletscher – zwischen den beiden Bildern liegt eine Zeitspanne von 7 (!) Jahren (2000-2007) – mussten wir einige zumeist einsame Routen fallen lassen. Das zurückgezogene Eis und der fehlende Schnee haben instabile Geröllhalden, brüchige Felsen und aufgerissene Gletscher hinterlassen. Ein Durchkommen wurde erschwert bis unmöglich.

Mit dem Verschwinden des Schnees schon im Frühsommer hat sich auch der optische Eindruck gewandelt. Konnte man sich früher auf den Wechsel vom Grün und den Farben des Mittellandes zum Weiss des Hochgebirges freuen, hat das Letztere mehr und mehr dem Grau aperer Gletscher und Steinhalden Platz gemacht. Weil die Vegetation für das Besiedeln der Geröllfelder Zeit braucht, ist der Eindruck eintöniger geworden.

trift 1988Und so publiziere ich hier noch ein Bild, das ich 1987 (also vor gut 30 Jahren) von der selben Stelle aufgenommen habe. Damals füllte das Eis noch den ganzen Talkessel aus und reichte bis auf die Höhe der heutigen Hängebrücke hinauf – ein gigantisches Volumen, das in der Zwischenzeit verschwunden ist.

Natürlich, auch karge Landschaften gehören zum Gebirge. Sie haben schon immer dazu gehört, haben ihren Reiz und beeindrucken gestern wie heute. Was hingegen zu denken gibt ist die enorm kurze Zeit, in der sich dieser Wandel vollzogen hat und weiter vollzieht.