Klettern «geführt»

Wissenswertes

Bei allen Kletteranlässen unter der Verantwortung eines Bergführers unterscheidet dieser zwischen Sportklettern/Einseillängen (ESL) und Mehrseillängen (MSL).

  • Beim Sportklettern (Klettergärten / eine Seillänge) kann er ganze Kleingruppen mit unterschiedlichem Können betreuen – er wird ihnen Tipps zur Technik geben können, Unsicherheiten beseitigen und Vergessenes wieder präsent machen. Auch können die Teilnehmenden jederzeit wählen zwischen Vorstieg und toprope und alle sind frei, dort an ihrem Kletterkönnen zu feilen, wo sie es gerne möchten. Der Bergführer hat somit zu einem grossen Teil die Rolle eines Coaches. Er kann mehrere TeilnehmerInnen von unterschiedlichem Können betreuen, was die Kurse preislich günstig macht.
  • Auf Mehrseillängentouren steigt der Bergführer in der Seilschaft prinzipiell voran (ausser jemand hat den Wunsch, das ab und zu auch zu tun) und ist immer ins Seil eingebunden. Er kann somit nur wenige Leute (zT lediglich 1-2 Gäste) mit ähnlichem Niveau führen. Dadurch steigen die Kosten.

Auf den geführten Klettertouren ist der Bergführer stehts bemüht, dich und deine Technik weiter zu bringen. Im Vergleich zu den speziellen Ausbildungskursen (Kletterschule) liegt der Fokus zwischen Lernen und Erlebnis aber auf diesem.

Damit die Erholung in den Kletterferien nicht zu kurz kommt, legen wir – wann immer möglich – Wert auf eine angenehme Unterkunft (Hotel), ein leckeres Essen und natürlich auf's gemütliche Zusammensein.

 

Anforderungen

Als Anforderung nur den Schwierigkeitsgrad anzugeben, greift häufig zu kurz, denn dieser ist ja nur eines von vielen Kriterien: Vorstieg? Nachstieg? athletisch? technisch? Reibung? Absicherung? Mehrseillängen? lang? kurz? Klettergarten? Zustieg? Abstieg? Gebirge? Meer? Kalk? Granit? Gneis? Halle? ...
In Klettergärten ist das untergeordnet. Wer sich zu viel zumutet, klettert einfach «toprope» – wie weit eine andauernde Überforderung aber sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Anderseits gelingen gerade im Klettergarten durchaus rasche Fortschritte (Vor- wie Nachstieg). In Mehrseillängenrouten ist der Bergführer in die Seilschaft eingebunden und kann nicht mal hier und mal dort eingreifen. Trotzdem können auch hier Fortschritte erwartet werden.
Eine Ausschreibung kann unmöglich auf alle diese Punkte einzugehen, somit sind die angegebenen Anforderungen als Richtlinien zu verstehen, vor allem bei MSL. Der Sinn ist, dass du dich – falls du dich nicht einordnen kannst – vorher telefonisch meldest und wir dich dich beraten können. Zudem erfahren wir, welches Können in einer Gruppe gesamthaft vorhanden ist.