Outdoor-Touren

 

Draussen sein in der Natur der Berge

Die Berge laden zum Verweilen und Entdecken ein: Auf gleissenden Gletschern, an rauschenden Wildbächen und verträumten Bergseen, in wilden Schluchten und geheimnisvollen Höhlen. Auf beschaulichen oder kühn angelegten Wegen, in fremden Ländern und natürlich in heimatlichen Gefilden. Die Eindrücke werden unglaublich vielfältig sein.

Was es dazu braucht? Freude am Entdecken, eine gute körperliche Verfassung und ab und zu eine Portion Unerschrockenheit, mehr nicht. In gewissen Fällen allerdings – wie am Drahtseil einer Ferrata – muss zugepackt werden können.

Die Palette ist vielfältig und reicht von den nahen Alpen bis ins ferne Afrika:

Gletschertrekkings
Vollmondwanderung
Klettersteige (Vie ferrate)
Mineralienexkursion
Höhlen
Kilimanjaro

Da diese Anlässe mit Hüttenübernachtungen verbunden sind, im Ausland stattfinden oder als Specials wenig gefragte Nischenangebote sind, gelten für sie die gleichen (Covid-19)-Überlegungen* wie bei den Sommerhochtouren ab Berghütten: Ich habe mich als Bergführer und Leiter der bergschule züri entschlossen, diese im Sommer 20 vorerst mal auszusetzen.

Ich möchte trotzdem mehr wissen über ... »»»»»»»»

 *) Nach wie vor ist die Faktenlage bezüglich der Übertragung des Virus' sehr dünn und widersprüchlich; als gesichert gilt lediglich, dass der «Chäfer» nicht einfach wundersam verschwunden ist ...
Die anfängliche Annahme, die Infektion finde ausschliesslich über Tröpfchen statt, hat zur Abstandsregel von 2m geführt: Die (grossen) Tröpfchen folgen einer ballistischen Flugbahn und sinken wegen der Schwerkraft nach 1-2m zu Boden – vor allem draussen braucht man sich somit keine Sorgen zu machen, denn das Virus trittt über die Schleimhäute am Kopf ein.
Die zweite Übertragungsmöglichkeit betrifft die sog Aerosole. Das sind kleinste (meist unsichtbare) Teilchen in der Atemluft, die so leicht sind, dass sie längere Zeit in der Umgebungsluft schweben (zB Zigarettenrauch oder der sichtbar gewordene Ausatmungshauch an einen kalten Wintermorgen) und dort eingeatmet werden. Ob eine Übertragung so stattfinden kann, ist unklar und stark abhängig von der Konzentration der Viren. Klar ist hingegen, dass schlecht gelüftete Innenräume sowie die Aufenthaltsdauer in ihnen zentral sind. Und damit sind wir bei den Berghütten, deren Massenlager oft nur über ein einziges kleines Fenster verfügen und (bei einer Schlafdauer von mehreren Stunden) somit einen ausgezeichneten Hotspot für eine Verbreitung bilden können. Auch enge Essensräume mit einer überlauten Gesprächskultur tragen das ihre bei.
Diese Massnahme mag vielen als übertrieben erscheinen. Sie dient jedoch nicht nur der Gesundheit der Gäste, sondern auch jener der Bergführer, die sich zeitlich wieder und wieder diesen (zugegebenermassen) kleinen Risiken aussetzen müssen, denn etwas ist klar: Das Eingehen eines einzelnen grossen Risikos ist mathematisch identisch mit dem Eingehen vieler wiederkehrender kleiner Risiken.